Berlin bebt: Wir wollen feiern und vögeln

 

 

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Das Sexleben in Berlin floriert. Spaß, Freiheit, Gemeinschaftsgefühl – und der Austausch von Körperflüssigkeiten. Die neuen Sex-Partys ziehen Menschen aus aller Welt an und es gibt kaum Tabus: Tanzen und/oder viel Geschlechtsverkehr.

Wieder eine Nacht, um sich Stück für Stück freizumachen. Shirts, Hosen und BH’s werden abgeworfen – nackte Oberkörper, behaarte Beine und knallenge Shorts soweit das Auge reicht. Bei einigen Gästen darf auch die Verkleidung nicht fehlen, wie zum Beispiel Perücke, massive Lederriemen oder das Latexdress. Andere hingegen schauen erstmal etwas verschüchtert durch die Gegend. Das Motto lautet aber ganz klar: Ganz viel Haut und bitte (fast) keinen Stoff.

Ich hatte eigentlich nie den Drang, halbnackt irgendwo zu tanzen. Mittlerweile liebe ich es. Du ziehst dich um, legst einen Großteil der Klamotten ab, und dann bist du in einer anderen Welt, weit weg vom Alltag.“ Gast bei „Porn by Pornceptual“

Die erste Porn-Party fand 2013 in einer Berliner-Bar statt, doch die Location wurde schnell zu klein. Mittlerweile finden die Partys in der Alten Münze in Mitte statt. In diesem großen Gebäude kann man sich schonmal verlaufen und verlieren. Auf den verschiedenen Dancefloors finden die erotisch-experimentellen Performances statt. Man kann sich aber auch immer dafür entscheiden, sich der ganzen Nacht der Musik hinzugeben. Oder man geht eben in die kleineren dunklen Räume, in denen nur leises Stöhnen und das Aufeinanderklatschen nackter Körper zu hören ist.

Auffällig ist die optische Vielfalt: schöne Menschen treffen auf Durschnittstypen. Touristen, Künstler, Kreative, Lehrer, Ingenieure und Studenten – hier begegnet man allem. Andere nach ihrer sexuellen Ausrichtung zu fragen, wäre albern. Die Grenzen verwischen sich.

Drogen sind natürlich auch im Spiel, das steht außer Frage. MDMA, Koks und zahlreiche andere Substanzen helfen weiter und pushen die Stimmung. Dass die Potenz darunter leiden kann, nehmen einige männliche Herrschaften aber in Kauf.

Die Veranstalter bezeichnen dieses Konzept als „sex-positive-Partys“. Und das kommt an bei den Berlinern – Clubs mit hochrangigen DJ’s und mehrtägigen exzessiven Nächten. KitKat, Berghain, Insomnia oder Ficken 3000. Überall hier kann man sich gehen lassen, ausschweifen und garantiert den Körperkontakt genießen.

Geschrieben von Roman am Do, 17.01.2019

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