Black Rebel Motorcycle Club bringt ein neues Album raus und ist im Herbst zu Gast in Berlin

 

 

© Tony Lam Hoang

Am 26. November nimmt uns die kalifornische Rockband Black Rebel Motorcycle Club in der Columbiahalle mit auf eine Spritztour durch düstere Klänge, neblige Bühnenlandschaften und energiegeladene Sphären. Die in schwarz gehüllten Musiker machen nach krankheitsbedingter Pause wieder ordentlich Lärm und veröffentlichen ein neues Album.

Lederkutte, Sonnenbrille, Chelsea-Boots und Kippe im Mundwinkel. So treten Leah Shapiro (Schlagzeug), Robert Levon Been (Bass/Gesang) und Peter Hayes (Gitarre/Gesang) vom Black Rebel Motorcycle Club üblicherweise in Erscheinung. Auf der Bühne eher wortkarg und vor Coolness strotzend, plaudern sie in Interviews sympathisch über Gott und die Welt. Und über Musik. Die bekommen wir in wenigen Monaten endlich wieder in vier deutschen Städten live zu hören – eine davon ist natürlich Berlin.

Der letzte Longplayer liegt mittlerweile vier Jahre zurück. Auf Tour war die Band seitdem auch nicht mehr – es wird also höchste Eisenbahn. Derzeit verleiht der BRMC dem neuen Album in den Sunset Sound Studios in Los Angeles ihren letzten Schliff. Äußerungen wie "Everything is going to get louder" machen neugierig und lassen auf ein druckgeladenes neues Meisterwerk hoffen. Mal sehen, was die achte Platte so zu bieten hat.

Blicken wir auf die 16 Jahre zurück, die seit dem ersten Album vergangen sind, besteht eigentlich kein Zweifel: Muss gut werden. Regelmäßig treffen uns die wuchtigen Blues-Riffs mitten ins Herz. Im Stich haben sie uns nie gelassen – weder live noch auf einer Platte. Und sollte "The Effects Of 333" doch als Ausrutscher gewertet werden, haben wir ihnen den schon längst vergeben. Insgesamt bringt die Band einen Blues-Rock-Sound zustande, der auf höchstem Niveau tief unter die Haut geht. Zwischendurch trägt Robert Levon Been seine Balladen leidenschaftlich vor. Ein laszives druckvolles Gesamtpaket, das uns der Black Rebel Motorcycle Club zuverlässig liefert. Seit beginn an.

Die Schulfreunde Robert und Peter haben zusammen die Highschool in San Francisco besucht und im Jahr 1998 die Band gegründet. Auf der Suche nach einem Schlagzeuger stießen sie auf den aus England stammenden Nick Jago. Den Namen "Black Rebel Motorcycle Club" entnahmen die Musiker dem Film "The Wild One" aus dem Jahre 1953 mit Marlon Brando in der Hauptrolle. Der Vater von Bassist Robert Levon Been ist der bereits verstorbene Michael Been, der in der Band "The Call" ebenfalls als Bassist spielte.

Schlagzeuger Nick Jago musste die Band 2008 aufgrund von Drogenproblemen verlassen. Nachfolgerin wurde Leah Shapiro, die bis heute für einen treibenden Schlagzeug-Sound sorgt. Sie verkündete im Oktober ´14, dass sie an einer Chiari-Malformation (Verschiebung von Kleinhirnanteilen) leide und sich einer Gehirnoperation unterziehen müsse. Diese wurde durch eine Spendenaktion ermöglicht, woraufhin die Band auf ihrer Website verkündete: "... die Operation ist erfolgreich und wie geplant verlaufen. Wir bedanken uns bei allen, die uns unterstützt haben." Nun ist die Zeit gekommen, um wieder richtig durchzustarten.

Also: Ausreden gibt´s keine! Kommt rum!

Wann/Wo: 26. November, Columbiahalle Berlin
Hier bekommst du dein Ticket

Geschrieben von Roman am Sa, 10.06.2017

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