Die 5,5 besten Festivals diesen Sommer

 

 

Jeder kennt´s – es ist Sommer, alle fahren auf Festivals. Nur du nicht. Entweder ist die Musik nicht dein Ding, du musst arbeiten oder die Kohle fehlt. Aber dieses Jahr soll alles anders werden. "Ein Festival mach ich, ja ,ein Festival mach ich!" Nur welches? Wir haben hier 5,5 Festivals, bei denen du garantiert nichts falsch machen kannst.

1. Feel Festival (6. bis 10.Juli)

Zuallererst natürlich das Feel Festival. Direkt am Bergheider See, nicht einmal zwei Autostunden von Berlin entfernt, feiert das Festival an diesem Wochenende seinen sechsten Geburtstag. Über 20 Stages, verrückte Workshops, Komposttoiletten und träumerische Deko machen dieses Festival zur absoluten Perle. Deswegen gab´s im letzten Jahr auch zwei "Helga!“-Awards (die elitärste aller Festival-Adelungen) in den Kategorien “Wundervollstes Entleerungserlebnis” und “Anmutigstes Camping-Gelände”. Kleines Special: Das Lineup erfährt man erst vor Ort. Um so beeindruckender, dass 15.000 Feelende sich ihre Tickets schon im voraus gesichert haben. Im letzten Jahr haben neben den elektronischen Alltime-Klassikern wie Oliver Koletzki, Adana Twins oder Wankelmut auch schnuckelige Bands wie Von Wegen Lisbeth die Tanzenden verzaubert. Aber seht euch einfach das Video vom letzten Jahr an und fangt an zu träumen. Karten ab 90€.

2. Pangea Festival (24. bis 27. August 2017)

Das Pangea Festival ist Paradies für kindgebliebene Erwachsene. Auf einem alten Flugplatz unweit der Ostsee (weniger als 3 Stunden Autofahrt) kannst du hier zu Acts wie Megaloh, der guten Bebetta oder Kollektiv Ost feiern. Und wenn du genug getanzt hast, ab zum Kitesurfen, Trecker fahren oder Human Kicker spielen! Über 100 Workshops gibt es zu entdecken und das Motto lautet stets "Kindsein ist nicht nur was für die Kleinen". Der Spielplatz unter den Festivals. Erholung pur! Karten ab 80€.

3. Przystanek Woodstock (3. bis 5. August)

Eine Meute aus 500.000 Verrückten, verstaubten und liebenswerten Menschen, bewaffnet mit Beer-Bongs, "Hug Me" / "Fuck Me" / "Was-Auch-Immer Me"-Schildern und massenhaft Bier. Ja, eigentlich nur Bier. Mannshohe Türme aus Dosenbier so weit der Horizont reicht, daneben brav komatierende Besucher und das schon um zwölfe? Willkommen beim Woodstock Festival in Polen, 2 Stunden mit dem überfüllten Festival Zug von Berlin entfernt. Freier Eintritt. Kaltes Bier fürn Euro. Eine halbe Million Besucher. Und Hammer Acts wie Mando Diao, Dub Incorporation und Frank Turner. Vier Tage Schlammschlachten, Dreckwühlen und wildes Rumknutschen mit polnischen Schönheiten. Kein Wunder, dass die halbe Stadt am 3. August vom Bahnhof Lichtenberg loszieht. Mit guter Laune, Bier und nochmal Bier im Gepäck. Also, worauf wartest du noch? Pack deine ranzigsten Klamotten ein und komm mit!

4. MS Dockville (18. bis 20. August)

Hamburg kann nicht nur G20. An den Ufern der Elbe, im kulturellen Zentrum von Hamburg, macht sich das MS Dockville die eindrucksvollen industriellen Hafenanlagen der Stadt zu eigen. Das Lineup ist genauso gemischt wie die Leute: Knaller wie Flume, Moderat oder Oh Wonder spielen Seite an Seite mit dem schmächtigen Yung Hurn, dem Berliner Techno-Boy Dirty Döring oder den putzigen Jungs von AnnenMayKantereit. Ein eindrucksvolles Festival mit riesigen Bühnen unter imposanten Hafen-Kränen, aber auch mit intimen Wald-Stages. Hier ist für jeden was dabei. Typisch Hamburg halt. Stabil, aber bitte nicht zu verrückt. Karten ab 114€.

5. Wilde Möhre Festival (10. bis 13.August)

Zuerst hat das Wilde Möhre Kollektiv regelmäßig Open Airs und Partys in Berlin geschmissen. Doch die Liebe zur Natur und das immer größere Interesse haben es auf´s Land gezogen, genauer gesagt nach Drebkau, ein paar Kilometer von Cottbus. Die Musik, ein bunter Mix aus Electro-Pop, akustischer Musik, deutschem Szene-Rap und experimentellen Bands, begeistert. Die Wilde Möhre ist zu einem der gemütlichsten und heimischsten Festivals dieses Landes geworden. Wie eine große Familie auf Feierurlaub. Jeder labert mit jedem. Gecornert wird auch zusammen und die zahlreichen Workshops wie Free Motion, Improtheater, gemeinsames Buffen oder die Clit Night (das Studium der Klitoris) laden zum Kennenlernen ein. Bands u.a mit Joey Wellboy, Amewu, Kobito, Vimes und namenhafte DJ's wie Douglas Greed, A.N.I.C.E, Oliver Koletzki oder der lässige Pascale Voltaire. Tickets ab 80€.

5.5 Lollapalooza Festival (9. und 10. September)

Ach genau ... falls ihr hier nichts gefunden habt und euch nicht zu weit weg bewegen wollt, könnt ihr immer noch zum Lollapalooza auf die Rennbahn Hoppegarten. Das Lineup ist gut gemischt, wie eine Vodka-O-Sonnenblumenöl-Mische nach einmaligem Schütteln. Foo Fighters, Hardwell und Cro an einem Tag. Beatsteaks, Marteria und Mumford & Sons am anderen. Hin geht's ganz easy mit der S5. Ein Tagesticket kostet nur 79€. UND ihr braucht sogar nicht einmal ein Zelt mitnehmen, denn spätestens um Mitternacht ist der Spaß vorbei. Oder ihr lasst es einfach sein und holt euch stattdessen ´nen Kasten Bier, ´nen kühlen Weißwein, deftige Musik und lauft entspannt mit Freunden in den nächsten Park und macht euch ´nen richtig schönen Abend. Prost!

Geschrieben von Hasan am Mo, 03.07.2017

Share on:

More on Aweyk ...

Ein Dokumentarfilm über die deutsche Clubkultur

Ein Dokumentarfilm über die deutsche Clubkultur

In seinem neuen Dokumentarfilm Denk ich an Deutschland in der Nacht beleuchtet Regisseur Romuald Karmakar die Arbeit von Elektro-DJs, die in Deutschland und international eine wichtige Rolle innehaben.

Musik

Böse Rapper auf der Alm – K.I.Z machen Schlager

Böse Rapper auf der Alm – K.I.Z machen Schlager

Die Kreuzberger Rapper Tarek, Maxim, Nico und DJ Craft, besser bekannt als „Kannibalen in Zivil" und „Kreuzritter in Zentralasien" – kurz K.I.Z – können vieles. Über Mutterficken, Titten und Schwänze rappen. Den Untergang der Welt beschwören. Und ernsthafte Berliner Politik betreiben.

Musik

Künstler Bryan Saunders hat sich auf allen erdenklichen Drogen selbst portraitiert

Künstler Bryan Saunders hat sich auf allen erdenklichen Drogen selbst portraitiert

„Under the Influence“ ist eine Sammlung von 91 Selbstportraits, die der Künstler Bryan Lewis Saunders auf verschiedenen Drogen erschaffen hat. Die Idee dazu entstand, als er erst Valium geschluckt hatte und anschließend ein Barbiturat namens Butalbital einwarf. Während seiner intensivsten Phase nahm Saunders 18 Drogen in 11 Tagen.

Stories