Gutbürgerlich ins Wochenende: Das Ritter Butzke bittet jeden Donnerstag zum Tanz

 

 

© Ritter Butzke/ Max Threlfall

Entspannt Party machen? Kannste haben! Mit der Veranstaltungsreihe „Ritterstraße“ läutet das Ritter Butzke jeden Donnerstag das Wochenende ein. Bevor freitags und samstags die Feierwelle hereinbricht, ist die Veranstaltung der ideale Start ins Wochenende.

Dicke Lineups mit ordentlich Publikum sind wir vom Club gewohnt. Die Atmosphäre setzt Kräfte frei, die niemand erklären kann. Nicht mal Gott. In diesem Zustand lassen wir uns durch die heiligen Hallen treiben und saugen alles auf, was uns noch weiter in den Kosmos zieht. Es ist immer wieder eine Freude, sich dort auszuleben. Doch irgendwann muss auch mal Ruhe sein. Aber so ganz ruhig will ja auch niemand sein. Und genau deshalb können wir nun in einer Art Wohnzimmer-Flair ins Wochenende grooven. Mit der „Ritterstraße“.

Das Motto der „Ritterstraße“ lautet: Gerne ein wenig entspannter an die Sache rangehen. So haben die Residents ausreichend Raum und Hausfreunde bzw. Crew können mal locker spontane Aktionen bringen. Und wie sieht das konkret aus? Es gibt beispielsweise einen Zeichenworkshop namens „Drunk Drawing“, der von den Barleuten als eine Licht- und Soundinstallation initiiert wird. Außerdem gibt es jede Woche einen sogenannten Host aus der Ritter Butzke-Crew, der seine ganz individuellen Ideen in die Party miteinbringt. Die Ideen sind aber nicht zwangsweise musikalischer Natur, sondern können auch ein non-music Programm sein, wie zum Beispiel eine szenische Lesung.

Ziel ist es, ein familiäres Feeling zu vermitteln. Das gelingt dem Club sehr gut. Es ist nicht zu voll, aber auch nicht leer. Die Türsteher machen sich an diesem Tag ebenfalls einen Ruhigen, so ist auch mal ein kleiner Flirt mit der Dame an der Kasse drin. Wer jetzt allerdings denkt, dass auch die Musik auf Sparflamme läuft, der täuscht sich. Wuchtig drückt der Bass rein. Unser Teil im Gehirn, der nach exzellenter Techno-Musik schreit, wird definitiv befriedigt.

Es verwundert also nicht, dass sich ein stetig wachsendes Stammpublikum entwickelt. Man trifft dort seine Leute, auch wenn sich keiner abgesprochen hat. Falls dann doch mal keiner aus dem Freundeskreis durch Anwesenheit glänzt, gibt es kaum eine leichtere Aufgabe, neue nette Menschen kennenzulernen. Seiner neuen Bekanntschaft besoffen eine Freundschaftsanfrage zu schicken, ohne sie wirklich zu kennen, ist mit der „Ritterstraße“ eher hinfällig. Hier hat man Zeit zu sprechen, auch mal länger und intensiver.

Wenn du es also nicht schaffst, bis zum Wochenende still zu sitzen, aber noch nicht Vollgas geben möchtest, dann bist du in der weltersten Technonovela – der „Ritterstraße“ – genau richtig.

Hier gibt's mehr Infos zur Ritterstraße.

Geschrieben von Roman am Di, 02.05.2017

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