Tipps gegen Kater: Was hilft und was nicht

 

 

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Der Kater. Kopfschmerzen, trockene Kehle und ein weicher Magen. Er ist das schrecklichste Gefühl nach einer durchzechten Nacht. Man weiß, dass er kommt und trotzdem sind wir nie vorbereitet. WAREN, denn jetzt haben wir unsere besten Tipps gegen den Kater für euch zusammengestellt.

Wer kennt das nicht? Man trifft sich mit Freunden in der Bar, plaudert gemütlich, dazu ein Bier. Plötzlich bestellt jemand eine Runde Mexikaner, ach komm gleich zwei, schnell werden es fünf und schon gibt es kein Zurück mehr. Am nächsten Morgen erwachst du völlig orientierungslos, benebelt und mit einem dicken Schädel. Wie eine Bleiwand schiebt sich der Kater zwischen Gehirn und Stirn. Ein unsichtbarer Wicht hämmert von innen gegen deine Schädelwand. Dein Magen befindet sich in einem schwerelosen Zustand, dessen Inhalt nach Belieben umherzuwandern scheint. Du denkst dir: "Nie wieder Alkohol." und sehnst dich nach einer Zeitmaschine, die dich um 24 Stunden zurückwirft, Hauptsache diese Kopfschmerzen gehen weg. Doch da es (noch) keine Zeitmaschinen gibt, haben wir unsere Großmütter und Trink-Experten nach ihren geheimsten Tipps gegen die Nachwehen des Alkoholkonsums befragt und die besten hier für euch zusammengefasst:

Zuerst gilt: Viel Wasser trinken! Alkohol entwässert den Körper und so ist es vorbeugend gut, zwischen zwei Cocktails und vor allem vor dem Schlafen gehen noch einmal ein paar Gläser Wasser trinken. Auch fettiges und eiweißhaltiges Essen helfen. Eine gut durchblutete Magen- und Darmschleimhaut in einem leeren Magen führt zu schneller Alkoholresorption. So gilt: Immer genug essen vor der Party!

Welche Alkohole fördern den Kater?

Dazu haben wir unseren Spirituosen-Experten Roman gefragt: Süße Drinks vereinfachen eine Alkoholaufnahme und führen so zu einem stärkeren Kater. Auch Hefeweizen, Brandy und Rotwein sind typische Kopfschmerzen-Verursacher. Pilse, liebliche Weißweine und Gin dagegen gelten als folgenschwächer. Auch sollte man auf Billigfusel verzichten, da dieser mehr Methanol enthält das, genau wie sein Abbauprodukt Formaldehyd, giftig ist und erhebliche Beschwerden verursacht.

Wer auf den Morgen danach bedacht ist, sollte also vorbeugend agieren und immer darauf achten, was in sein Glas kommt. Doch im Ernst, wer denkt im Rausch schon an den nächsten Morgen?

Wenns schon zu spät sein sollte und Übelkeit, Schwindel und Kopfweh schon eingesetzt haben hilft nur noch postsuffiges Agieren. Ein Geheimtipp aus Omas Trickkiste ist die Kaffeebohne. Je nach Stärke des Katers werden bis zu zehn Stück davon im Mund ganz langsam zerkaut und heruntergeschluckt. Dann sollten die Beschwerden allmählich abklingen. Grüner Tee unterstützt die Regeneration des Körpers ebenfalls: Nieren werden durchgespült, die Leber entgiftet und Magenbeschwerden nehmen ab. Vitamin C entlastet die Leber zusätzlich.

Ob Rollmops, Gewürzgurke oder Salzbrezel, auch saure und salzige Speisen bewältigen die Ursachen einer durchtränkten Nacht. Die Säure fördert den Alkoholabbau, während das Salz den Mineralhaushalt wieder auffüllt. Den Fehler, Orangensaft zu trinken, sollte jedoch niemand wagen, da sonst der Magen endgültig den Geist aufgibt und seinen Inhalt schnell wieder loswird.

Alkohol wird auch über den Atem abgebaut, deshalb ist ein schöner Morgenspaziergang ebenfalls ein gutes Mittel, um den Kopf wieder klar zu bekommen. Gegen Mundgeruch jedoch gibt es ausreichend Lösungen: wenn Zähneputzen und Kaugummi nicht reichen, helfen einige Tropfen Zitrone mit Mineralwasser, die Speichelproduktion anzuregen. Poylphenole im Schwarzen Tee hemmen die Bakterien, die den üblen Geruch erzeugen, und wer sich eine Scheibe Ingwer auf die Zunge legt, dürfte geruchstechnisch über den Berg sein.

P.S.: Bevor es dann ab ins Bett geht, sollten sich die Damen der Schöpfung (und natürlich auch alle anderen Geschlechter) unbedingt abschminken. Da Alkohol auch durch die Hautporen ist es sehr wichtig, dass diese nachts Luft zum Atmen hat. Das waren unsere Tipps gegen Kater. Wenn nichts hilft, hilft nur noch ein Konterbier!

Geschrieben von Hasan am Di, 02.01.2018

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