Das Techno-Museum, das nie eröffnet hat

 

 

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In keiner anderen deutschen Stadt ist die elektronische Musik so etabliert und verbreitet wie in der Hauptstadt Berlin, so verwundert es auch überhaupt nicht, dass im Herbst 2016 ein Techno-Museum eröffnen hätte sollen.

Das Museum sollte den Namen „Living Archive of Electronica“ tragen und im Herbst vergangenes Jahr zum 25. Geburtstag des Clubs Tresor eröffnen. Initiator und Verantwortlicher des Unterfangens ist Dimitri Hegemann, der vor knapp einem viertel Jahrhundert den legendären Tresor gegründet hat.

"I will call it the Living Archive of Electronica because techno here in Berlin is still a living, inspiring and vivid movement."

Es wäre das erste Museum dieser Art, wobei im hessischen Bundesland ähnliches geschehen sollte. In Frankfurt plante man ebenfalls die Eröffnung eines solchen Museums. Es sollte hauptsächlich darum gehen, wie sich die elektronische Musik seit den späten 70iger Jahren entwickelt hat, quasi als schnell wachsende Kultur in der modernen Welt. Im Fokus lag also die Präsentation der Geschichte für die breite Öffentlichkeit. Auf Facebook hieß es: „ … kein Museum im klassischen Sinne. Es ist ein Ort im Hier und Jetzt.“ Man kann also gespannt sein, ob es vor der Eröffnung des BER klappt. Derzeit werden die nötigen Geldmittel gesammelt, weiterhin sind leider noch keine Details bezüglich des Berliner Museums bekannt, aber es wird wohl in analoger Art und Weise gestaltet werden, allerdings zeitlich begrenzt.

Um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie das Konzept eines Museums für elektronische Musik aussehen könnte, hier das Frankfurter Modell:

– beschallter Eingangsbereich
– elektronische Musikrichtungen
– geschichtliche Einflüsse
– DJs, Clubs, Medien
– Instrumente, Technologien
– globale Bewegung
– Grafik, Design und Kunst
– Garderobe

Es werden also verschiedentliche elektronische Lebensaspekte zum Thema Klang, Mode, Instrumente, Apps, Clubkultur, Räumlichkeiten, mediale Surroundings und Interaktion geboten werden, falls die Pläne überhaupt noch stehen.
Das Projekt klang sehr vielversprechend und hätte in der Hauptstadt ein reges Interesse hervorgerufen, da es eine ständige Konfrontation mit dem Thema Techno gibt und sich bestimmt einige auch auf die kulturelle Ebene im Zusammenhang mit dieser Musikrichtung begeben wollen. Wir sind gespannt, aber nicht mehr ganz so hoffnungsvoll.

Geschrieben von Roman am Mi, 30.12.2015

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